Franz Heinrich Ferdinand Alverdes  1830 - 1880
Bertha Henriette Antonie Alverdes geb. de Boër  1827 - 1865 ?
Mein Urgroßvater Franz Heinrich Ferdinand Alverdes wurde am 30.6.1830 als Sohn des preußischen Beamten Michael Gottfried Ludwig Alverdes und seiner ebenfalls aus Köslin stammenden Ehefrau Luise Alverdes geb. Meyer in Köslin geboren. In der ersten kurzen Ehe von Franz Alverdes mit Bertha Henriette Antonie Alverdes geb. de Boër, die am 2.9.1827 in Anklam in Vorpommern als Tochter eines holländischen Schiffskapitäns aus Anklam zur Welt kam - ihr Name wird in meinem "kleinen Ahnenpaß" mit "van der Beer" angegeben - wurde am 8.3.1864 mein Großvater Johannes Alverdes geboren. Bei Betrachtung ihrer Vita fällt auf, daß sie im Gegensatz zu meinen übrigen weiblichen Vorfahren ihr Kind erst mit fast 37 Jahren bekam (vielleicht war sie aber vorher schon einmal verheiratet, hatte vielleicht Kinder aus der ersten Ehe?). Bertha starb bald nach der Geburt ihres einzigen Kindes (vielleicht 1865, wahrscheinlich in Schlawe).

Franz Alverdes, damals Gerichtssekretär in Köslin, heiratete noch einmal und zwar die am 13.4.1844 geborene Lehrerstochter Ottilie Wietzke aus Pobanz / Kreis Bublitz, († 15.6.1926 in St. Paul in Minnesota / USA, auf dem Deutschen Evangelischen Friedhof in St. Paul / Elmhurst Cemetery beigesetzt, Vater Paul Wietzke, Mutter Mathilde Bahr). Aus dieser Ehe gingen zwischen 1868 und 1880 sieben Kinder hervor: Georg (*28.6.1868 in Schlawe), Hermann Karl Otto (*14.5.1871 in Schlawe), Franz (*15.1.1873 in Lauenburg), Luise (*27.10.1874 in Lauenburg), Helene (*17.11.1876 in Lauenburg), Anna (*9.5.1878 in Schlawe) und Anton (*14.5.1880 in Schlawe). Nach dem frühen Tode von Franz Alverdes am 2.10.1880 in Schlawe wanderte Ottilie im Jahre 1890 nach St. Paul am Mississippi im Staate Minnesota aus, heiratete hier am 18.3.1893 August F. Beyer und holte 1893 sechs ihrer Kinder in die USA nach (Georg, Franz, Luise, Helene, Anna und Anton - einer der Brüder soll später Hotelbesitzer in New York gewesen sein). Ihr zweiter Ehemann August Beyer starb bereits 1902 im Alter von nur 53 Jahren. Der älteste Sohn Georg lebte als Kaufmann in St. Louis am Mississippi (Bundesstaat Missouri), Luise (Ehefrau von Gärtnereibesitzer A. Hildebrand, hatten einen Sohn Henry), Helene, Anna und Anton (als Schriftsetzer) blieben in St. Paul. Frank (Franz) Alverdes hatte sich als Buchbinder zunächst in St. Paul niedergelassen, heiratete Ostern 1895 und zog später nach Portland (Oregon). Seine Tochter Alice (er hatte noch mehrere Kinder) ehelichte einen Mr Truman und hatte mit ihm die Kinder Georg und Walter. Ihren zweitältesten Sohn Hermann Alverdes ließ Ottilie in Deutschland; er war zu jener Zeit gemeinsam mit seinem Halbbruder Johannes Alverdes (meinem Großvater) beim Militär in Straßburg im Elsaß. Hermann, Feldwebel und Proviants-Applikant beim kaiserlichen Proviantamt in Straßburg, ging später mit der Deutschen Schutztruppe nach Deutsch-Südwest-Afrika und nahm am Krieg gegen die Hottentotten teil [Hermann Alverdes: Mein Tagebuch aus Südwest. Erinnerungen aus dem Feldzuge gegen die Hottentotten. Oldenburg & Leipzig, Stalling 1906 - damaliger Verkaufspreis 3 Mark], heiratete am 28.12.1894 in Schlawe Paula Arnols (*30.7.1870 in Erfurt, † 16.2.1942 in Düsseldorf), mit der er zwei Kinder hatte: Charlotte (*7.11.1895) und Paul (*6.5.1897), den späteren Schriftsteller ("Die Pfeiferstube", "Das Schlaftürlein").
Eleonore Gürge geb. Maaß