Feldpostbrief Erwin Maaß vom 27.1.1945 [Seite 1]
Feldpostbrief Erwin Maaß vom 27.1.1945 [Seite 2]
Feldpostbrief meines Vaters Erwin Maaß
vom 27. Januar 1945 aus Hammerstein bei
Neustettin (ca. 70 km südöstl. von Belgard)

Letzte Feldpostbriefe von Erwin Maaß 1945








Feldpostbrief meines Vaters Erwin Maaß an meine Mutter Bertha in Belgard vom
27. Januar 1945 aus Hammerstein bei Neustettin (ca. 70 km südöstl. von Belgard):


27.1.45

Liebes Bertchen

Nun ist schon gepackt u. in ein paar Stunden marschieren wir im Fußmarsch ab.
Ich gehe mit dem Alarm-Btl. raus und denke, daß schon alles gut ablaufen wird.
Nun kann ich Dir nicht mehr schreiben, wo ich mich befinde, da ich bei der kämpfenden
Truppe bin. Vorläufig bleibe ich aber noch in Eurer Nähe und wirst Du ja laufend
von mir hören d.h. wenn die Post befördert wird. Leider weiß ich ja nun
garnicht wie es Euch allen geht, da ich bisher keine Post habe, das geht aber den meisten
Leuten hier so. Zum Teil sind die Angehörigen schon evakuiert. Es ist alles recht bitter,
aber ich denke es muß schon schief gehen.

Arbeit ist dauernd u. reißt nicht ab. Das ganze ist ein wilder Haufen, aber ich denke
wenn erst alles auf dem Marsch ist wird schon eine Klärung u. Zusammenhalt kommen.

Bleibt nun alle munter, so oft ich kann werde ich mich melden.
Liebe Grüße an Omi, Lore Anneliese u. alle Bekannte.
Dich liebes Bertchen umarmt u. küßt recht innig

Dein Erwin